heute morgen wurden wir mit Audioguides ausgestattet, die uns eine lange virtuelle Leine zu unserer Reiseleiterin Ludmilla erlaubten. Ich habe über die kleinen zigarettenschachtelgroßen Geräte gewitzelt und meinte, das sei die russische Variante "Pokemon to go".
Sonja und ich haben heute die lange Leine etwas überstrapaziert, da wir uns in einer halbstündigen Pause in die Isaak-Kathedrale abgeseilt haben. In dieser Zeit haben wir für Tickets angestanden und sind über 550 Treppen gestiegen. Leider kamen wir mit einer zehn minütigen Verspätung beim Bus an, was uns etwas Ärger in der Gruppe einbrachte. Aber der war schnell vergessen, als wir in die goldgrüne Peter & Paul Kathedrale auf der Haseninsel eintauchten. Der Prunk hier war an nichts zu überbieten und ich habe jetzt großen Respekt vor Katharina der Großen, die sich als Ausländerin auf dem russischen Thron trotz eines geistig zurückgebliebenen Mannes durchgesetzt hatte. Dafür hatte sie jede Menge Liebhaber.
Dekadent in unmittelbarer Nähe: 15 minütige Hubschrauberrundflüge für knapp 100 Euro. Wir haben uns stattdessen für eine Bootsfahrt entscheiden, aber nicht mit dem im Bild zu sehendem Marinekriegsschiff Aurora, sondern mit einem Touriboot, was in den Grachten ähnlichen Kanälen nach niederländischen Vorbild auch eine Gaudi war. Zurück ins Hotel ging es dann mit der tiefsten Metro der Welt, die mehr als 100 m unter der Erde liegt. Zuhause haben wir uns dann ein Glas Eiswein gegönnt - ein Weisswein, den wir versehentlich im Eisfach des Kühlschranks vergessen hatten, der aber nach der sommerlichen Schwüle für Abkühlung gesorgt hatte. Für heute sagen wir Tschüß, denn jetzt geht es zum Abendessen;-)














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