heute waren wir außerhalb von Petersburg unterwegs, nämlich am Katharinenpalast und am Peterhof - beide Anlagen sind an Prunk und Protz in Russland nicht zu überbieten. Mit diesen wollten sich die Zarenfamilien mit den europäischen Kunstmetropolen messen. Dafür holten sie sich die besten europäischen Baumeister.
Am meisten hat uns beeindruckt, dass der Katharinenpalast im Krieg zerstört worden war und inzwischen wieder vollständig aufgebaut ist. Um den Palast überhaupt betreten zu dürfen, mussten wir uns Schuhüberzieher anziehen. Dann ging es durch unzählige opulente Raumfluchten, deren optische Täuschung noch durch Spiegel unterstrichen wurde. Höhepunkt unseres Besuchs war die Nachbildung des Bernsteinzimmers, das aus 500.000 - zum Teil gekochten - Bernsteinscheiben besteht und das man nicht fotografieren darf. Ich war etwas enttäuscht, weil es wie unterschiedlich gebackener Pizzateig an den Wänden aussah - sorry, wenn ich jetzt den Kunstbanausen spiele, aber so habe ich es empfunden. Die andere Überraschung des Tages, waren die Fluten von Chinesen, die neuerdings ohne Visum nach Russland reisen dürfen und dies auch ausgiebig genießen. Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und mein Chinesisch aufgefrischt;-)
Die Wasserspiele der Sommerresidenz von Peter I, die an den Sieg über die Schweden erinnern soll, inklusive der russischen Variante von "Mon Plaisir" raubten mir wirklich den Atem. Ich will da auch keine großen Worte verlieren - die Bilder sprechen für sich. Ich war jedenfalls von der Sinnlichkeit und Frische dieser Gartenanlage total berauscht, zumal sie der Lust und dem Genuss gewidmet war.
Zurück nach St.Petersburg sind wir dann mit einem Tragflächenboot - hier "Rakete" genannt - gefahren. Danach beschlossen Sonja und ich in der Nähe unseres Hotels auszugehen. Dabei fiel mir auf, dass ich zuhause wirklich Hals über Kopf gepackt hatte - findet den Fehler...und irgendwie schließt sich damit auch der Kreis zum Anfangsbild vom Blog;-)
Gutes Nächtle
von Maggie und Sonja














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